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Was kostet Google Ads? Klickpreise, Budget und Agenturkosten

Bei Google Ads zahlen Sie zwei verschiedene Dinge, und viele Angebote vermischen sie. Dieser Artikel trennt beides, erklärt, wie Google abrechnet, und zeigt mit einer einfachen Rechnung, woran Sie erkennen, ob sich die Anzeigen lohnen.
Autor
Batuhan Yücel, Gründer
Lesezeit
7 Minuten
Veröffentlicht

Kurz gesagt

Google Ads kostet zwei Dinge: das Werbebudget, das direkt an Google geht, und, wenn jemand die Anzeigen betreut, dessen Honorar. Bezahlt wird bei Suchanzeigen pro Klick. Im deutschen Handwerk liegen Klickpreise meist zwischen 1 und 4 €, in Branchen wie Recht oder Finanzen deutlich höher. Ein Mindestbudget gibt es nicht, für einen Betrieb mit einem Standort sind 300 € im Monat eine sinnvolle Untergrenze. Agenturen berechnen üblicherweise 10 bis 20 % des Budgets oder eine feste Pauschale zwischen 300 und 2.000 € im Monat. Web Services BY betreut Google Ads für 299 € im Monat, Einrichtung inklusive, monatlich kündbar.

Artikel

Die zwei Kostenblöcke

Der erste Block ist das Werbebudget. Es geht direkt an Google, per Kreditkarte, Lastschrift oder Überweisung, und Google stellt dafür die Rechnung. Der zweite Block ist die Betreuung: Jemand richtet das Konto ein, wählt Suchwörter, schreibt die Anzeigen, misst die Anfragen und pflegt das Ganze jeden Monat. Machen Sie das selbst, fällt dieser Block weg und wird durch Ihre eigene Zeit ersetzt.

Wichtig ist die Trennung, weil sie vor dem häufigsten Missverständnis schützt: Ein Angebot über „500 € im Monat für Google Ads“ kann bedeuten, dass 500 € als Budget bei Google ankommen, oder dass davon ein Teil Honorar ist und nur der Rest wirbt. Fragen Sie vor der Unterschrift, wie viel davon tatsächlich bei Google landet.

Wie Google abrechnet

Bei Suchanzeigen zahlen Sie nur, wenn jemand auf die Anzeige klickt. Dass sie angezeigt wird, kostet nichts. Den Preis eines Klicks bestimmt eine Auktion, die bei jeder Suche neu stattfindet. Darin zählt nicht nur, wie viel ein Werbetreibender höchstens zahlen will, sondern auch, wie gut Anzeige und Zielseite zur Suche passen. Eine passende Anzeige mit guter Seite kann deshalb weiter oben stehen und trotzdem weniger pro Klick kosten als eine schlechte mit höherem Gebot.

Das Budget legen Sie als durchschnittlichen Tagesbetrag fest. An einzelnen Tagen darf Google bis zum Doppelten davon ausgeben, wenn mehr gesucht wird. Über den Monat gerechnet zahlen Sie aber nie mehr als das 30,4fache des Tagesbudgets, also die durchschnittliche Zahl der Tage im Monat. Bei 10 € am Tag sind das höchstens rund 304 € im Monat. So steht es in der Google-Ads-Hilfe.

Was üblich ist

Was üblich ist
KostenpunktÜbliche SpanneAnmerkung
Klickpreis Handwerk und Dienstleistung1 bis 4 € pro KlickJe nach Gewerk, Gebiet und Wettbewerb. In Großstädten oft mehr.
Klickpreis Recht, Finanzen, Versicherungdeutlich höherWenige Aufträge mit hohem Wert, entsprechend teure Auktionen.
Werbebudget für einen Standortab etwa 300 € im MonatDarunter kommen zu wenige Klicks zusammen, um etwas zu lernen.
Agentur, Prozentmodell10 bis 20 % des BudgetsOft mit Mindestbetrag. Steigt mit jedem Euro Budget.
Agentur, feste Pauschale300 bis 2.000 € im MonatUnabhängig vom Budget. Einrichtung manchmal extra.

Erfahrungswerte aus dem deutschen Markt, zusammengetragen aus Marktübersichten deutscher Agenturen, keine Studienzahlen. Was Ihre Suchwörter kosten, zeigt der kostenlose Keyword-Planer in Google Ads.

Rechnen Sie in Anfragen, nicht in Klicks

Ein Klick ist noch kein Kunde. Die Zahl, auf die es ankommt, sind die Kosten pro Anfrage. Sie lässt sich mit drei Werten ausrechnen, und die Rechnung sollte jeder Anbieter vor dem Start mit Ihnen machen:

  1. Budget geteilt durch Klickpreis ergibt die Zahl der Klicks. Beispiel: 300 € bei 2,50 € pro Klick sind 120 Klicks.
  2. Klicks mal Anteil der Besucher, die anrufen oder schreiben, ergibt die Anfragen. Angenommen, jeder zwanzigste meldet sich: 6 Anfragen.
  3. Budget geteilt durch Anfragen ergibt die Kosten pro Anfrage: in diesem Beispiel 50 €.

Ob 50 € viel oder wenig sind, hängt allein davon ab, was ein Auftrag Ihnen bringt. Für eine Badsanierung ist das wenig, für einen Haarschnitt zu viel. Der Anteil der Besucher, die sich melden, ist dabei der Hebel, den Sie selbst in der Hand haben: Eine Seite, die genau zur Anzeige passt und Telefonnummer und Formular oben zeigt, verdoppelt ihn im besten Fall. Die Zahlen im Beispiel sind Annahmen. Die echten sehen Sie erst, wenn Anrufe und Formulare gezählt werden.

Prozent oder Pauschale

Beim Prozentmodell verdient die Agentur mehr, wenn Sie mehr ausgeben. Das muss nicht schlecht gemeint sein, aber es setzt einen falschen Anreiz: Die Empfehlung, das Budget zu erhöhen, ist dann immer auch eine Empfehlung für ein höheres Honorar. Bei einer festen Pauschale fällt dieser Anreiz weg. Die Agentur verdient dasselbe, ob Sie 300 oder 3.000 € bei Google lassen, und kann Ihnen ehrlich sagen, wenn mehr Budget nichts bringt.

Für einen Betrieb mit einem Standort und einem Budget von einigen hundert Euro ist die Pauschale meistens die bessere Wahl. Das Prozentmodell rechnet sich eher bei sehr großen Budgets, wo eine Pauschale die Arbeit nicht mehr abbildet.

Kosten, die erst später auffallen

  • Eine Zielseite fehlt. Führt die Anzeige auf die Startseite, verpufft ein Teil des Budgets. Manche Anbieter berechnen die passende Seite extra.
  • Das Konto läuft auf den Namen der Agentur. Wer kündigt, verliert dann Anzeigen, Suchwörter und den gesamten Verlauf und fängt bei null an.
  • Eine lange Mindestlaufzeit. Zwölf Monate Bindung bei einer Leistung, deren Wirkung man nach vier bis sechs Wochen beurteilen kann, sind ein Warnzeichen.
  • Die Einrichtung wird getrennt berechnet. Das ist nicht unseriös, gehört aber in den Vergleich, wenn ein Angebot nur den Monatspreis nennt.

Wann sich Google Ads nicht lohnt

  • Ihre Leistung wird in Ihrer Gegend kaum gesucht. Wo niemand sucht, erscheint auch keine Anzeige.
  • Ein Auftrag bringt weniger, als eine Anfrage kostet. Dann rechnet sich die Anzeige nie, egal wie gut sie gemacht ist.
  • Sie können zusätzliche Anfragen gerade nicht annehmen. Dann zahlen Sie für Kunden, die Sie vertrösten müssen.
  • Die Website ist am Handy kaum bedienbar. Dann zuerst die Seite, sonst bezahlen Sie Klicks, die nichts werden.

Wie wir abrechnen

Zur Einordnung, klar als eigenes Angebot gekennzeichnet und nicht als Marktdurchschnitt: Die Google-Ads-Betreuung kostet bei uns 299 € im Monat, die Einrichtung ist enthalten. Dazu gehören das Konto auf Ihren Namen, Suchwörter, Gebiet und Uhrzeiten, die Zählung von Anrufen, Formularen und WhatsApp-Nachrichten, die monatliche Pflege der Suchanfragen und eine kurze Übersicht mit Ausgaben, Anfragen und Kosten pro Anfrage.

Das Werbebudget zahlen Sie direkt an Google, wir empfehlen ab 300 € im Monat. Vom Budget nehmen wir keinen Prozentsatz. Monatlich kündbar, ohne Mindestlaufzeit.

Fragen

Häufige Fragen

Ein Mindestbudget gibt es bei Google nicht. Für einen Betrieb mit einem Standort sind etwa 300 € Werbebudget im Monat eine sinnvolle Untergrenze. Lassen Sie die Anzeigen betreuen, kommt das Honorar dazu: üblich sind 10 bis 20 % des Budgets oder eine Pauschale zwischen 300 und 2.000 € im Monat.

Das bestimmt bei jeder Suche eine Auktion. Im Handwerk und bei Dienstleistungen liegen Klickpreise in Deutschland meist zwischen 1 und 4 €, in Branchen wie Recht, Finanzen oder Versicherung deutlich höher. Was Ihre Suchwörter kosten, zeigt der kostenlose Keyword-Planer in Google Ads.

An einzelnen Tagen ja, bis zum Doppelten des durchschnittlichen Tagesbudgets. Über den Monat zahlen Sie aber höchstens das 30,4fache des Tagesbudgets. Bei 10 € am Tag sind das rund 304 € im Monat.

Wenn die Leistung in der Gegend gesucht wird und ein Auftrag mehr bringt, als eine Anfrage kostet, ja. Anzeigen sind dann der schnellste Weg zu Anfragen, weil sie ein bis zwei Werktage nach der Einrichtung erscheinen. Ob es sich lohnt, sieht man nach vier bis sechs Wochen an den gezählten Anfragen.

Ja, das Konto ist schnell angelegt. Die Arbeit liegt danach: unpassende Suchen ausschließen, Anfragen zählen, Anzeigen und Gebote anpassen. Wer dafür jeden Monat ein paar Stunden hat und sich einarbeitet, kann es selbst machen. Wer nicht, zahlt ohne Pflege meist mehr Budget, als eine Betreuung kosten würde.