Zum Inhalt springen

Betrieb

Website-Wartung: Was nach dem Livegang wirklich nötig ist

Nach dem Livegang beginnt der Teil, über den vor dem Auftrag selten gesprochen wird. Dieser Artikel trennt, was technisch notwendig ist, was Bequemlichkeit ist und was in Wartungsverträgen steht, ohne dass es jemand braucht.
Lesezeit
5 Minuten
Veröffentlicht
Aktualisiert

Kurz gesagt

Website-Wartung umfasst Sicherheitsupdates, Backups, die Überwachung der Erreichbarkeit und kleinere inhaltliche Änderungen. Für kleine und mittlere Unternehmen liegen Monatspakete üblicherweise zwischen 30 und 300 €, abhängig vor allem davon, auf welcher Technik die Seite läuft. Web Services BY bietet die Pakete Care und Care Plus zu einem festen Monatsbetrag an, den es nach dem kostenlosen Erstgespräch nennt, jeweils monatlich kündbar. Unvermeidbar sind nur Domain und Hosting, meist wenige Euro im Monat.

Artikel

Die Kosten, die immer anfallen

Unabhängig von jedem Vertrag laufen zwei Posten weiter, solange die Seite erreichbar sein soll. Beide sind klein und sollten Ihnen gehören, nicht Ihrer Agentur.

Die Kosten, die immer anfallen
PostenÜbliche KostenAnmerkung
Domain10 bis 20 € im JahrFür eine .de-Adresse. Sollte auf Ihren Namen laufen.
Hosting3 bis 30 € im MonatAbhängig von Technik und Besucherzahl.
SSL-Zertifikatmeist 0 €Bei fast allen Anbietern enthalten. Eine Extra-Rechnung dafür ist überholt.

Wie viel Wartung nötig ist, hängt an der Technik

Der wichtigste Faktor für den Wartungsaufwand ist nicht die Größe der Seite, sondern womit sie gebaut wurde. Das erklärt, warum zwei ähnlich aussehende Seiten sehr unterschiedliche Monatskosten haben.

Wie viel Wartung nötig ist, hängt an der Technik
TechnikWartungsbedarfWarum
WordPress mit ErweiterungenHochKern und Erweiterungen brauchen regelmäßig Sicherheitsupdates. Bekannte Lücken werden automatisiert ausgenutzt.
Baukasten wie Wix oder JimdoGeringDer Anbieter aktualisiert selbst. Dafür zahlen Sie monatlich und können nicht wechseln.
Statisch gebaute SeiteSehr geringKein Login und keine Datenbank, also fast keine Angriffsfläche. Es bleiben Inhalt und Erreichbarkeit.

Eine WordPress-Seite ohne Updates ist nach einigen Monaten ein Risiko, nicht nur theoretisch. Angriffe suchen automatisiert nach bekannten Lücken. Wer diese Technik nutzt und keine Betreuung möchte, muss die Updates selbst einspielen und braucht Backups.

Was in einem Wartungspaket stehen sollte

  • Regelmäßige Sicherheitsupdates, mit Angabe, in welchem Rhythmus.
  • Backups, mit Angabe, wie oft gesichert wird und wie lange die Sicherungen aufbewahrt werden.
  • Überwachung der Erreichbarkeit, damit ein Ausfall auffällt, bevor ein Kunde anruft.
  • Ein festes Kontingent für kleine Änderungen, etwa Öffnungszeiten oder neue Texte.
  • Eine benannte Reaktionszeit bei Störungen.
  • Monatlich kündbar oder mit kurzer Frist. Eine Laufzeit von 24 Monaten ist bei Wartung nicht begründbar.

Prüfen Sie besonders den Punkt Backups. Sicherungen, die auf demselben Server liegen wie die Website, helfen bei genau dem Fall nicht, für den man sie hat. Und eine Sicherung, die nie zurückgespielt wurde, ist eine Vermutung, keine Sicherung.

Was in Verträgen steht, ohne gebraucht zu werden

  • SEO-Betreuung, die im Wartungsvertrag mitläuft, aber nur aus einem automatisch erzeugten Bericht besteht.
  • Monatliche Berichte über Besucherzahlen, die niemand liest und aus denen nichts folgt.
  • Ein Support-Ticketsystem für einen Betrieb, der zweimal im Jahr etwas ändern lässt.
  • Pauschale Performance-Optimierung ohne vorherige Messung.
  • Zusätzliche Gebühren für das SSL-Zertifikat, das beim Hoster ohnehin kostenlos dabei ist.

Keiner dieser Punkte ist Betrug. Sie füllen ein Leistungsverzeichnis und rechtfertigen einen Monatspreis, ohne dass ein Betrieb mit einer Seite und zwei Änderungen im Jahr etwas davon hat.

Preisspannen und was wir berechnen

Am Markt liegen Wartungspakete für kleine und mittlere Unternehmen üblicherweise zwischen 30 und 300 € im Monat. Unter 30 € ist es in der Regel reines Hosting ohne Betreuung, über 300 € zahlt man für Leistungen, die eine einzelne Firmenseite selten braucht.

Zur Einordnung unser eigenes Angebot, klar als solches gekennzeichnet: Care deckt Sicherheit, Backups, technische Pflege, Überwachung und einen festen Ansprechpartner ab. Care Plus enthält zusätzlich laufende Verbesserungen. Die Sichtbarkeits-Betreuung umfasst Profilpflege und Monatsbericht. Jedes Paket ist ein fester Monatsbetrag, den wir Ihnen nach dem kostenlosen Erstgespräch schriftlich nennen. Alles monatlich kündbar.

Was Sie selbst übernehmen können

Wer keine Betreuung möchte, sollte drei Dinge im Kalender stehen haben. Der Aufwand liegt bei etwa einer Stunde im Quartal.

  1. Einmal im Quartal die Seite auf dem Handy durchgehen und das Kontaktformular mit einer fremden Adresse testen.
  2. Prüfen, ob Inhalte veraltet sind: Preise, Öffnungszeiten, ausgeschiedene Mitarbeiter, alte Projekte.
  3. Bei WordPress zusätzlich die Updates einspielen und vorher eine Sicherung ziehen.

Der erste Punkt ist der wichtigste und wird am häufigsten übersehen. Ein Formular, das seit sechs Monaten ins Leere läuft, sieht von außen aus wie schlechte Auftragslage.

Fragen

Häufige Fragen

Das hängt an der Technik. Bei einer WordPress-Seite mit Erweiterungen ist laufende Pflege faktisch nötig, sonst wird sie mit der Zeit angreifbar. Bei einer statisch gebauten Seite ohne Login und Datenbank ist der technische Bedarf sehr gering, dann ist eine Betreuung Bequemlichkeit und keine Notwendigkeit.

Üblich sind 30 bis 300 € für kleine und mittlere Unternehmen. Der Preis hängt vor allem an der eingesetzten Technik und daran, wie viele Änderungen enthalten sind. Bei uns sind Care und Care Plus feste Monatsbeträge, die wir nach dem Erstgespräch nennen, jeweils monatlich kündbar.

Die Website bleibt online, solange Domain und Hosting bezahlt sind. Es entfallen Updates, Backups und Überwachung. Bei einer statischen Seite ist das unkritisch, bei WordPress sollten Sie die Updates dann selbst einspielen. Wichtig ist, dass Domain und Hosting auf Ihren Namen laufen.

In manchen Paketen ja, meist als festes Kontingent, etwa eine halbe Stunde im Monat. Lassen Sie sich sagen, was als kleine Änderung gilt und ab wann separat abgerechnet wird. Das ist der Punkt, an dem es sonst später Diskussionen gibt.

Technisch bei WordPress monatlich, bei statischen Seiten nach Bedarf. Inhaltlich einmal im Quartal ein kurzer Durchgang: Preise, Öffnungszeiten, Team, abgeschlossene Projekte. Eine Seite, deren jüngster Inhalt drei Jahre alt ist, wirkt auf Besucher wie ein geschlossener Betrieb.