Website-Relaunch: Wann sich der Neubau lohnt und wann Reparieren reicht
Eine alte Website ist kein Schönheitsproblem. Sie kostet Anfragen, jeden Monat, still. Dieser Artikel hilft bei der Entscheidung zwischen Überarbeiten und Neubauen und benennt die Fehler, die beim Umstieg regelmäßig Sichtbarkeit kosten.
Kostenlos & unverbindlich · Festpreis · Antwort in 24 h (werktags)
5 Minuten Lesezeit · Stand 30.08.2026
Ein Website-Relaunch lohnt sich, wenn die Seite auf dem Handy schlecht bedienbar ist, langsam lädt, sich nicht mehr pflegen lässt oder inhaltlich nicht mehr zum Betrieb passt. Trifft nur einer dieser Punkte zu, reicht meist eine Überarbeitung. Treffen drei oder mehr zu, ist der Neubau in der Regel günstiger als die Reparatur. Ein Relaunch für ein kleines oder mittleres Unternehmen liegt üblicherweise im vierstelligen Bereich, bei Web Services BY ab 1.499 € zum schriftlichen Festpreis.
Acht Punkte, die die Entscheidung tragen
Gehen Sie die Liste an Ihrer eigenen Seite durch, am besten auf dem Handy und über das Mobilfunknetz statt über WLAN. Jeder zutreffende Punkt zählt einen Punkt.
- 1.Auf dem Handy muss man zoomen oder seitlich schieben, um Text zu lesen.
- 2.Die Startseite braucht spürbar länger als drei Sekunden, bis etwas zu sehen ist.
- 3.Die Telefonnummer ist nicht anklickbar oder steht erst weit unten.
- 4.Inhalte sind veraltet, etwa alte Preise, ausgeschiedene Mitarbeiter, Projekte von vor fünf Jahren.
- 5.Sie können selbst nichts ändern, ohne jemanden zu beauftragen.
- 6.Es gibt kein gültiges Sicherheitszertifikat, der Browser warnt beim Aufruf.
- 7.Die Seite läuft auf einem System, für das es keine Updates mehr gibt.
- 8.Für jede Leistung gibt es keine eigene Seite, alles steht auf einer.
| Punkte | Empfehlung |
|---|---|
| 0 bis 1 | Nichts tun oder gezielt einen Punkt beheben. |
| 2 bis 3 | Überarbeiten. Technik behalten, Inhalte und Struktur anfassen. |
| 4 und mehr | Neubauen. Jede Reparatur baut auf einem Fundament auf, das ohnehin ersetzt gehört. |
Wann Reparieren die vernünftigere Wahl ist
Der Neubau ist nicht immer die richtige Antwort, auch wenn Agenturen ihn gern anbieten. Reparieren lohnt sich, wenn die Grundlage in Ordnung ist und nur die Oberfläche oder der Inhalt hinterherhinkt.
- Die Seite ist technisch aktuell und lädt schnell, es fehlen nur Inhalte und aktuelle Bilder.
- Das Design wirkt altmodisch, ist aber auf dem Handy bedienbar. Dann ist eine gestalterische Überarbeitung günstiger als ein Neubau.
- Die Seite bringt messbar Anfragen. Dann tastet man an der Struktur nur mit gutem Grund etwas an.
- Es fehlt eine einzelne Funktion, etwa ein Kontaktformular oder eine Terminbuchung. Die lässt sich ergänzen.
Der Punkt, der die Rechnung kippt
Wenn die Pflege nur noch über eine Person läuft, die niemand mehr erreicht, oder über ein System, für das es keine Sicherheitsupdates mehr gibt, ist Reparieren keine Option. Eine Seite ohne Updates ist kein Kostenproblem, sondern ein Risiko.
Was ein Relaunch kostet
Die Spanne am deutschen Markt ist breit, weil sehr Unterschiedliches unter demselben Wort verkauft wird. Grobe Einordnung als Erfahrungswert, nicht als Studienzahl:
| Umfang | Übliche Spanne | Was darin steckt |
|---|---|---|
| Vorlage anpassen | 500 bis 1.500 € | Gekauftes Design, eigene Farben und Texte, wenige Seiten. |
| Individueller Neubau, kleiner Betrieb | 1.500 bis 4.000 € | Eigenes Design, drei bis acht Seiten, Texte und Bilder eingerichtet. |
| Neubau mit Funktionen | 4.000 bis 12.000 € | Zusätzlich Buchung, Rechner, Kundenbereich oder Mehrsprachigkeit. |
Erfahrungswerte für kleine und mittlere Unternehmen. Nach oben ist die Spanne offen.
Zur Einordnung unsere eigenen Preise, klar als eigenes Angebot gekennzeichnet: 1.499 € für einen kompakten Auftritt bis drei Seiten, Einführungspreis bis 31.12.2026, danach 2.400 €. 3.400 € bis sechs Seiten, ab 4.900 € bis zwölf Seiten. Jeweils als schriftlicher Festpreis vor Projektbeginn, in der Regel online in zwei bis fünf Werktagen. Eine laufende Betreuung ist freiwillig und beginnt bei 149 € im Monat.
Die Umzugsfehler, die Sichtbarkeit kosten
Der häufigste Schaden bei einem Relaunch entsteht nicht am Design, sondern beim Wechsel. Eine Seite, die zehn Jahre lang bei Google stand, kann nach einem unsauberen Umzug einen erheblichen Teil ihrer Sichtbarkeit verlieren. Vier Punkte verhindern das:
- 1.Alle alten Adressen auf die neuen weiterleiten, dauerhaft und einzeln. Eine Sammelweiterleitung aller alten Seiten auf die Startseite zählt für Google als Fehler und vernichtet die aufgebaute Position.
- 2.Die noindex-Angabe aus der Bauphase vor dem Livegang entfernen. Das ist der Klassiker, und er fällt oft erst nach Wochen auf.
- 3.Vorher aufschreiben, welche Seiten Besucher aus der Suche bekommen, und dafür sorgen, dass es diese Inhalte danach weiterhin gibt.
- 4.Nach dem Livegang die neue Sitemap in der Search Console einreichen und in den folgenden Wochen die Fehlerberichte ansehen.
Wer keine Search Console hat, kann Punkt drei nicht beantworten und geht blind um. Das Konto ist kostenlos und sollte vor dem Relaunch existieren, nicht danach.
Wie ein Relaunch abläuft
Ein Neubau für einen Betrieb mittlerer Größe braucht weniger Zeit, als die meisten erwarten, und mehr Mitarbeit, als die meisten einplanen. Der Engpass ist fast nie die Umsetzung, sondern das Material: Texte, Bilder, Freigaben.
- 1.Erstgespräch: Was fehlt heute, was soll die Seite künftig leisten, welche Seiten braucht es.
- 2.Festpreis und Umfang schriftlich, bevor gebaut wird.
- 3.Material sammeln: Logo, Fotos, Texte oder Stichpunkte, Zugangsdaten für Domain und Hosting.
- 4.Bau und Vorschau, Änderungswünsche in einer Runde gesammelt statt einzeln.
- 5.Livegang mit Weiterleitungen, Sitemap und Anmeldung bei Google und Bing.
Was Sie bereitlegen sollten
Zugang zur Domain, Zugang zum bisherigen Hosting, Logo in guter Auflösung, aktuelle Fotos vom Betrieb und die Angaben fürs Impressum. Fehlen die Zugänge zur Domain, verzögert sich der Livegang um Tage bis Wochen, unabhängig davon, wie fertig die Seite ist.
Häufige Fragen
- Verliere ich mein Google-Ranking beim Relaunch?
- Nicht, wenn der Umzug sauber gemacht wird. Entscheidend sind dauerhafte Weiterleitungen von jeder alten auf die passende neue Adresse und dass die Inhalte, für die Sie gefunden wurden, weiterhin existieren. Kurzfristige Schwankungen über zwei bis vier Wochen sind normal, ein dauerhafter Einbruch ist ein Fehler.
- Wie lange dauert ein Relaunch?
- Bei uns in der Regel zwei bis fünf Werktage ab Freigabe, abhängig vom Umfang. Länger dauert es fast immer wegen fehlender Texte, fehlender Bilder oder fehlender Zugänge, nicht wegen der Umsetzung.
- Kann ich meine Domain und E-Mail-Adressen behalten?
- Ja. Die Domain bleibt Ihre, sie wird nur auf den neuen Server gerichtet. E-Mail-Postfächer laufen unabhängig davon weiter, solange die Einstellungen beim Umzug übernommen werden. Das gehört ausdrücklich in die Absprache, weil es sonst leicht übersehen wird.
- Brauche ich neue Texte oder kann ich die alten übernehmen?
- Übernehmen ist möglich und spart Geld. Sinnvoll ist es selten, weil alte Texte meist der Grund sind, warum die Seite nichts einbringt: zu lang, in Fachsprache geschrieben, ohne klare Aufforderung zur Kontaktaufnahme. Ein Mittelweg ist, die Fakten zu übernehmen und die Formulierung neu zu machen.
- Was passiert mit der alten Website?
- Sie bleibt bis zum Livegang erreichbar und wird danach abgeschaltet. Sinnvoll ist eine vollständige Sicherung vorher, inklusive Datenbank und Bildern. Falls später etwas fehlt, ist es dann noch da.
Was soll Ihre Website für Sie erledigen?
Schreiben Sie uns kurz, worum es geht. Unverbindlich und kostenlos. Wir melden uns in der Regel innerhalb von 24 Stunden mit einer ehrlichen Einschätzung und den nächsten Schritten.